Pflegebedürftigkeit

Je nach Schwere des Lupus kann es vorübergehend oder dauerhaft nötig sein, Leistungen aus der Pflegeversicherung zu beanspruchen. Welche Leistungen in Frage kommen, hängt vom sogenannten Pflegegrad ab.

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Sich in einem Pflegestützpunkt beraten lassen

In jedem Bundesland gibt es sogenannte Pflegestützpunkte der Kranken- und Pflegekassen. Sie bieten kostenlose Beratung und Unterstützung für Betroffene oder deren Angehörige. Dort sind alle Informationen rund um Pflegebedürftigkeit und Leistungen der Pflegekassen verfügbar wie auch die entsprechenden Antragsformulare. Ein Beratungsangebot in Ihrer Nähe finden Sie in folgender Datenbank: https://www.zqp.de/beratung-pflege/

Des Weiteren beantwortet das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend alle Fragen rund um das Thema Pflege: 030 20179131.

Pflegegrad beantragen

Der Antrag auf einen Pflegegrad muss bei der Pflegekasse gestellt werden, die der jeweiligen Krankenversicherung angeschlossen ist. Die Kontaktdaten können bei der eigenen Krankenkasse erfragt werden. Die Antragstellung kann auch telefonisch erfolgen. Bei einem schriftlichen Antrag kann ein Vordruck benutzt oder zunächst ein informelles Schreiben eingereicht werden, dass hiermit ein Pflegegrad beantragt wird. Mit einer Vollmacht können auch Angehörige oder andere Zugehörige die Antragstellung übernehmen. Zudem ist es möglich, den Antrag mit professioneller Unterstützung bei einem Pflegestützpunkt vor Ort zu stellen (oder mit Hilfe des Krankenhaussozialdiensts, wenn die/der Betroffene aktuell stationär behandelt wird).

Bei der Ermittlung von Pflegebedürftigkeit und Pflegeaufwand setzen die Pflegekassen gutachterlich tätige Pflegefachkräfte, Ärztinnen und Ärzte ein: vom Medizinischen Dienst (MD), von anderen unabhängigen Gutachterinnen und Gutachtern, bei knappschaftlich Versicherten vom Sozialmedizinischen Dienst (SMD) oder bei privat Versicherten vom Medizinischen Dienst von MEDICPROOF. Zur Begutachtung kommt die jeweilige Gutachterin oder der jeweilige Gutachter ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung vorbei.

Wenn sich der Gesundheitszustand deutlich ändert und mehr Unterstützung benötigt wird, melden Sie sich bei der Pflegekasse. Dann kann der Pflegegrad neu bestimmt werden.

Lupuscheck Icon wichtige Informationen

Sozialleistungen sind Ihr gutes Recht.

Mit Ihrer chronischen Erkrankung können Sie jede Unterstützung gebrauchen – auch wenn Sie sich nicht als Mensch mit Behinderung sehen. Informieren Sie sich in Ruhe, welche Möglichkeiten es gibt. Nutzen Sie die Hilfe von Profis, dafür sind sie da.

NP-DE-LPU-WCNT-210034, Dez21

Die LupusCheck-Expert*innen

Das LupusCheck Expertenteam

Dr. med. Johanna Mucke
Assistenzärztin,
Universitätsklinikum Düsseldorf

Das LupusCheck Expertenteam

Dr. med. Johannes Knitza
Assistenzarzt,
Universitätsklinikum Erlangen

Das LupusCheck Expertenteam

Dr. Carolin Tillmann
Institut für Erziehungswissenschaft
Arbeitsbereich Sozial- und
Rehabilitationspädagogik,
Philipps-Universität Marburg

Das LupusCheck Expertenteam

Dr. med. Martin Krusche
Oberarzt,
Universitätsklinikum 
Hamburg-Eppendorf
 

Das LupusCheck Expertenteam

Prof. Dr. med. Julia Weinmann-Menke
Leiterin des Schwerpunkts Nephrologie
und Nierentransplantation,
Johannes Gutenberg-Universität Mainz