Austausch

Manchmal hilft es einfach, mit jemandem zu sprechen. Vielleicht mit einem Menschen, der weiß, was es bedeutet, mit Lupus zu leben. Oder von Betroffenen zu erfahren, wie sie im Alltag damit zurechtkommen, eine chronische Autoimmunkrankheit zu haben. Wo tauschen sich Lupus-Betroffene aus? Hier erfährst du, welche Wege du für den Austausch nutzen kannst – über die persönliche Empfehlung oder die zufällige Bekanntschaft hinaus. Ob online oder offline: Probier’s aus, und schau, was zu deinem Leben mit dem Lupus und zu deinen ganz persönlichen Kommunikationsbedürfnissen passt.

Therapieziele Lupuscheck

Lieber (k)einen Austausch





Lupuscheck Psyche und Soziales Yoga

Auch das gibt es natürlich: dass Lupus-Patient*innen lieber keinen Austausch mit anderen Erkrankten mögen. Eine persönliche Äußerung einer betroffenen Person sei hier stellvertretend genannt: „Ich habe bisher alles mit mir selber ausgemacht, und es klappt gut! Ich erkundige mich im Internet, aber mehr nicht.“ Zwei weitere an Lupus Erkrankte, die sich zuvor nicht mit anderen Betroffenen ausgetauscht hatten, gaben an, dass ihnen unsere bisherigen digitalen Lupustage für Patient*innen weitergeholfen haben. Egal, für welches Vorgehen du dich entscheidest: Die Hauptsache ist, dass du deinen eigenen Weg findest, mit deiner Erkrankung umzugehen. Und wenn du dich bisher noch nie mit anderen Betroffenen ausgetauscht hast: Probier es doch einfach mal aus – vielleicht wirst du ja positiv überrascht.

Eine Lupus-Betroffene sagt über ihren Weg des Austauschs:

„Ich rede mit meinem Mann, meiner Familie, mit meinem Arzt und mit meiner besten Freundin über meinen Lupus. Man muss sein Umfeld über seine Krankheit aufklären und mit offenen Karten spielen (z. B. auf der Arbeit). Ich fahre damit seit 20 Jahren sehr gut, ob auf der Arbeit oder im privaten Umfeld.“

Austausch in Selbsthilfegruppen

Wie bei jeder Plattform für einen persönlichen Austausch gibt es auch im Hinblick auf Selbsthilfegruppen sowohl Befürworter*innen als auch ablehnende Stimmen. Umfangreiche Infos zum Konzept und zum Für & Wider von Selbsthilfegruppen erhältst du hier. Wie du herausfindest, welche Gruppen es in deiner Nähe gibt und wie man eine eigene Selbsthilfegruppe gründet, erfährst du ebenfalls dort.

Vernetzen in sozialen Medien

  • Facebook 

    Wer diese Plattform nutzt, kann in den Facebook-Gruppen auf Gleichgesinnte treffen (über die Suchfunktion mit Stichworten wie „Lupus“ oder „Lupus Selbsthilfe“ zu finden). Meistens sind diese Gruppen privat, sodass nur Mitglieder die Beiträge und die anderen Mitglieder sehen können. Häufig geht es in Facebook-Gruppen um den systemischen Lupus erythematodes (und weniger um die rein kutanen Lupus-Formen).
  • Instagram
    Lupus-Betroffene vernetzen sich, indem sie bestimmten Profilen folgen, oder über öffentliche Kommentare, und sie tauschen private Nachrichten aus. Über Hashtags wie #lupus, #sle, #systemischerlupuserythematodes oder #spoonie lassen sich viele Accounts finden; ebenso über die Netzwerke der Accounts, die in der LupusCheck.de-Linkliste (hier) unter „Patient*innengeschichten und Social Media“ verlinkt sind. Die Verlinkung erfolgt dort übrigens mit ausdrücklicher Erlaubnis der Betreiber*innen.
Lupuscheck Icon Lupe

So individuell wie dein eigener Lupus.

Lieber persönlich treffen? Lieber online von zu Hause aus? Oder lieber auf Social Media, um sich vielleicht etwas anonymer auszutauschen? Du selbst kannst am besten beurteilen, welche Art und welcher Umfang von Austausch dir guttut.

NP-DE-LPU-WCNT-260059, Mai26

Die LupusCheck-Expert*innen

Das LupusCheck Expertenteam

Dr. med. Johanna Mucke
Oberärztin,
Rheumazentrum Ruhrgebiet, Herne

Das LupusCheck Expertenteam

PD Dr. med. Johannes Knitza
Oberarzt,
Universitätsklinikum Gießen & Marburg

Das LupusCheck Expertenteam

Dr. Carolin Tillmann
Institut für Erziehungswissenschaft
Arbeitsbereich Sozial- und
Rehabilitationspädagogik,
Philipps-Universität Marburg

Das LupusCheck Expertenteam

PD Dr. med. Martin Krusche
Oberarzt,
Universitätsklinikum 
Hamburg-Eppendorf
 

Das LupusCheck Expertenteam

Prof. Dr. med. Julia Weinmann-Menke
Leiterin des Schwerpunkts Nephrologie
und Nierentransplantation,
Johannes Gutenberg-Universität Mainz